Schalomabend am 28.01.2019: Gemeinsam ins Alter

„Gemeinsam ins Alter“ – Erfolgsgeschichte und eindrucksvolle Erfahrungen eines Projekts gemeinschaftlichen Wohnens in Kassel

Beginn: 19.45 Uhr mit einem Imbiss im „Schafstall“ (Versammlungsraum) des Laurentiushofes, Mittelstrasse 4 in Diemelstadt Wethen

Eintritt frei, Spenden willkommen

Bei diesem Schalomabend informieren Bettina und Peter Schau über Geschichte und Erfahrungen des Projekts „Gemeinsam ins Alter“. Nach achtjähriger Planungs- und Bauzeit zogen 14 Bewohnende des mittlerweile 75 Mitglieder zählenden Vereins in das barrierefreie Gemeinschaftshaus in Kassel-Kirchditmold in ihre abgeschlossenen Mietwohnungen ein und leben dort in selbst bestimmter Gemeinschaft als Mieter der eigenen Genossenschaft. Das gemeinsame Mittagessen ist von Montag bis Freitag fester Treffpunkt neben diversen Interessen-Gruppen, die sich aus der Bewohnerschaft und den anderen Vereinsmitgliedern ergeben. Das Pilotprojekt musste ohne jede staatliche Förderung erstellt werden und begründet seine Existenz auf Unterstützung vieler kleiner Leute, die als Mitglieder der Genossenschaft und dem Verein langjährig angelegte Kleinstspenden und Darlehen gegeben haben. Dabei hat die GLS-Bank in Bochum dem Verein ebenso wie der Paritätische Wohlfahrtsverband mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Auch Vereinsmitglieder und deren Angehörige halfen Kosten zu sparen durch diverse Arbeitseinsätze an der Baustelle. Die gesamte Projektorganisation wurde inklusive des Bauausschusses ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern über all die Jahre geleistet. Seit 18 Monaten finden sich die Bewohnenden zu einer unterschiedlich wahrgenommenen Lebensgemeinschaft zusammen, wobei jede*r ihren/seinen persönlichen Rückzugsort hat und für Gäste ein kleines Gästeappartement zur Verfügung steht.

Die Referent*innen Bettina und Peter Schau aus Kassel, Trainer*in für Gewaltfreie Kommunikation, haben das Projekt „Gemeinsam ins Alter“ ausgehend von einer Zukunftskonferenz acht Jahre lang von Beginn an bis zum Einzug 2016 mitgeplant und begleitet, und berichten „aus erster Hand“ über das Wohnprojekt.

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